Dunkelkammerausstattung

01.03.2014

Können Sie das auch noch gebrauchen?

Ilford PapierIch schaue seit Anfang dieses Jahres nach Dunkelkammer- und Fotolaborzubehör aller Art. Es ist erstaunlich, die einen wollen für ihren Kram utopische Preise, wie als wenn sie Neuware mit güldenen Standfüßen hätten. Andere lösen ihre Dunkelkammer auf und andere vergrößern sich und wollen ihr schlechteres Equipment abstoßen. Bei den letzten beiden Gruppen sind die Preise natürlich für uns Einsteiger die moderateren und manchmal hat man das Gefühl den Leuten eine Last abzunehmen, welche da in ihrem Keller ein meist trauriges Dasein fristet. Wannen, Papier, Chemie und Bücher wurden von Umzug zu Umzug mitgeschleppt um schließlich gegen schnöden Mammon von uns von dannen getragen zu werden. Bei einigen kommen nochmal kurz Erinnerungen hoch.

“Hach, damals mein Dunkelkammerkurs bei der VHS. Die Kinder waren noch klein. Ich habe damals alle Abzüge von den Kleinen selbst entwickelt, wissen Sie?”

So trägt man dann schließlich Thermometer, Zangen und Papiertresore zum Kofferraum um sie erst einmal zuhause in Ruhe zu sichten. Was funktioniert noch, was muß repariert werden? Das meiste wurde von den Leuten pfleglich behandelt und einige Dinge wie eine Barytpresse aus vorsintflutlicher Zeit sind sowieso für die Ewigkeit gebaut. Bei den Vergrößerern darf man in privaten Fotolaboren natürlich nicht gleich die absoluten Top Modelle erwarten, aber für den Anfang muß es ja nicht gleich ein Laborator sein. Großformat ist für uns sowieso nicht nötig, aber 6×7 sollte er schon können.

Sammelgebiet: Vergrößerer.Schalen

Zwei Monate später stehen vor mir ein schwarz weiß Vergrößerer von Meopta. 10 Euro. Ein Kaiser VCP 3505 mit Color Kopf für umgerechnet ebenfalls wenig Geld. War in einer Dunkelkammerauflösung dabei. Des Weiteren ein gut erhaltener Dunco 66ii mit 6×6 Bildbühne und passendem Objektiv. Müsste ich noch all den Kram der sich sonst noch so angehäuft hat aufzählen, ich müsste erst einmal weit ausholen. Für jeden Neuling ist es in meinen Augen am besten keine Schnellschüsse zu machen. Das habe ich mittlerweile gelernt. Es kommt garantiert bei den üblichen Verdächtigen bald wieder Equipment daher. Ebay scheint mir eher zweitrangig zu sein, was wohl an den Versandkosten liegen mag, besondere Fundsachen haben wir eigentlich aus den lokalen Kleinanzeigen wie Quoka oder dem Ebay-Pendant gezogen. Von Vorteil ist es sicherlich in einem Ballungsraum zuhause zu sein. Mehr Menschen, mehr Hobbys, mehr Angebot. Wir hatten hier Glück und haben deshalb schon eher das Problem eher zuviele Vergrößerer zu haben als nötig wäre.

Und so wechseln sicherlich bald wieder einige Dinge den Besitzer. So schnell wird man vom Suchenden zu demjenigen der sich vergrößert und sein schlechteres Zeug abstößt.

Abseits von unserem Projekt befasst man sich natürlich auch mit der Wartung von erworbenem Zubehör. Alte Entwicklerdosen müssen chemisch gereinigt werden und bei einem Durst Modular 70 die LEDs für die Filteranzeigen neu gelötet werden. Hier gehts zum Artikel: Wartung und Reinigung von Dunkelkammerzubehör

Abseits vom Schrubben von Entwicklerdosen müssen als nächsten Schritt in unserer zukünftigen Duka die Wände auf Vordermann gebracht werden. Hier geht es weiter mit unserem Projekt:

Raumgestaltung, Teil III

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