Der Beginn

26.02.2014

“Wenn du hier eine Dunkelkammer machst,

werde ich zum Negativ!”

Es gibt einige Gründe seine Dunkelkammer nicht in der Wohnung zu installieren und die Fenster schwarz zu streichen. Meiner Meinung nach wäre es allerdings sicherlich reizvoll die Küche in ein Labor zu verwandeln und das angeschlossene Bad gleich mitzubelegen, aber es gibt oftmals “die” Stimme der Vernunft, welche einen davon abhält. Zumindest vom Lackieren der Fenster. Nachdem die ersten Flausen verworfen waren, blieb vorerst eigentlich nur die Garage übrig da mein vorhandener Platz im Wohnbereich eher laboruntauglich ist. Vollgestopft mit Gerümpel und einer Werkbank fristen 80% der Fläche sowieso nur das Schicksal eines Abstellraums. Glücklicherweise hat sich jedoch noch eine weitere Räumlichkeit aufgetan, eine alte Waschküche in einem Wohnhaus.

Gedanken vorabskizze Dunkelkammer

Strom, Wasser, Heizung. Schlagwörter die so, oder so ähnlich durchaus eine Wichtigkeit in sich tragen. Strom ist gottseidank an beiden Orten vorhanden und weitere Steckdosen stellen kein Problem dar. Gelernt ist gelernt. Diese Hürde ist also genommen. Bei der Heizung wird es jedoch schon diffizil. Die Garage ist nicht unterkellert und auch die Decke weist den Isolierungsgrad eines Kartenhauses auf. Fotoequipment mag es auf Dauer nicht besonders feucht und eine Pilzzucht für Objektive wollten wir nicht gerade aufmachen. Es würde wohl nichts anderes übrig bleiben, als einen Raumentfeuchter hineinzustellen, welcher bei einem kritischen Wert loslegt. Immerhin ginge ein Heizungsrohr durch den Raum im hinteren Teil der Garage, Frost im Winter wäre also nicht zu befürchten. Die Waschküche ist da etwas anders ausgestattet. Ein Wasseranschluß und Abfluß ist zwar vorhanden, allerdings nur bei einer Deckenhöhe von 1,86. Zurück zur anderen Örtlichkeit. Die Garage hat eine fehlende Wasserversorgung. Es ginge zwar ein Wasserrohr in der Wand vorbei, allerdings Schlitze schlagen, Hahn setzen und Abfluß graben war jetzt nicht gerade geplant. Vielleicht käme das mal irgendwann, aber der Fokus liegt nicht gerade jetzt darauf. Da von der Garage mein Wasseranschluß nur ca. 15 Meter entfernt wäre, sollte aber dieses Problem in den Griff zu kriegen sein. Auch andere betreiben Dunkelkammern ohne Wasseranschluß. Nun muß natürlich abgewägt werden, vielleicht helfen ein Plan und eine Zeichnung weiter.

skizze_dunkelkammer_2Ein Plan muß her – Garage oder Waschküche ?

Meterstab, Bleistift und los. Zuerst haben wir die Garage ausgemessen. Einige Regale möchte ich eigentlich behalten, da sie Schwerlastregale sind und genügend Gerödel unterbringen. Anderes muß weg. Die Tischlerwerkbank ist zwar für eine Dunkelkammer nicht gerade typisch und auch Sägemehl könnte interessante Korneffekte für später ermöglichen, aber eine Werkbank kann man unmöglich weggeben. Es würde also ein Kompromiss. Eine Werkstatt-Dunkelkammer. Nur wie stellen der einzelnen Elemente? Nachdem der Plan fertigezeichnet ist, kann man sich schon eher ein Bild davon machen. Da sich jedoch nun noch die Möglichkeit der Waschküche aufgetan hat, hier hätte man wie oben bereits geschrieben durchaus mehr Möglichkeiten was das Wasser angeht, müssen die Pläne verglichen werden. Die Verdunkelung würde im Keller leichter fallen und gerade ein Keller dürfte auch klimatisch stabiler sein. Knackpunkt ist wiederum der Zustand der Wände im Keller. Hier müsste einiges gemacht werden, da der Putz an manchen Stellen arg löchrig ist und deshalb bei der kleinsten Berührung staubig, bröselnd zu Boden gleitet. Hier wäre die Garage zwar wieder im Vorteil, aber schließlich waren dann die Argumente Keller, Wasser und Klima doch die schlagenderen Argumente.

Das Projekt Dunkelkammer kann also in der ehemaligen Waschküche beginnen!

Für eine Dunkelkammer ist natürlich nicht nur der Raum entscheidend, sondern auch das nötige Equipment für die späteren Vergrößerungen. Im nächsten Artikel habe ich mal unsere Erfahrungen festgehalten, wie unser Zubehör sich langsam vermehrt.

Dunkelkammerausstattung, Teil II

zurück zum Anfang